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Prämiere & Auftritte Theaterstück „Raus nach (dr)innen“

„Raus nach (dr)innen“ – eine kollektive Zusammenarbeit

Um ehrlich zu sein, wussten wir bis zum Auftritt nicht, wie unser Stück ankommen wird. Wir haben ein Jahr lang als Kollektiv gemeinsam daran gearbeitet. Wir haben zusammen gestritten, diskutiert und viel voneinander gelernt. Bis zur letzten Minute wurde an dem Stück gefeilt, und jetzt wurde es endlich auf der Bühne präsentiert.

Mit so viel positivem Feedback haben wir gar nicht gerechnet – das Stück war ein voller Erfolg! Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte haben hier zusammengefunden. So viele diverse Teilnehmende haben ihre unterschiedlichen Realitäten eingebracht und das Stück mit ihren authentischen Geschichten gefüllt. Es sind Tränen geflossen, es wurde gelacht und am Ende hat das Stück vor allem zum Nachdenken angeregt.

Rassismus ist Teil unserer Strukturen, aber auch Themen wie Queerness, Migration und Flucht wurden offen und ehrlich angesprochen – in der Hoffnung, dass die Zuschauenden unser System hinterfragen. Die Teilnehmenden haben sich dabei immer wieder selbst reflektiert. An einigen Stellen wurde das Stück unbequem, auch für das Ensemble. Wir haben offen darüber geredet, was unangenehm ist, aber auch gesagt: Egal wie ungemütlich es wird, wir werden es im Stück ansprechen. Weil es genau darum geht: offen zu sein und den Dialog in unserer Gesellschaft zu fördern.

Das Projekt hat noch einmal gezeigt, zu wie viel junge Menschen fähig sind, wenn sie richtig gefördert werden. Solche Projekte sind von enormer Bedeutung für unsere wehrhafte Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Feedback aus dem Publikum:
"Als Migra-Kind hat mich das Stück echt getroffen. So vieles wurde laut gesagt, was man sonst nur leise mit sich trägt. Gerade die queer Themen, Scham, Familiendruck und dieses ständige Andersfühlen so offen zu zeigen, braucht echt Mut. Leyla war roh, unbequem und genau dadurch unglaublich echt. Solche Stücke braucht es mehr."
Feedback aus dem Publikum:
"Die Hauptdarstellerin hat Leyla nicht einfach gespielt, sie hat diese Figur komplett gelebt. So viel Präsenz, Energie und Kontrolle auf der Bühne, aber gleichzeitig so rohe Verletzlichkeit. Man hatte nie das Gefühl, jemand schaut beim Schauspielern zu, sondern einem echten Menschen beim Zerbrechen und Kämpfen. Wirklich bombastisch. Und auch das ganze Ensemble war unglaublich stark. Man hat gemerkt, wie sehr alle miteinander harmonieren und sich gegenseitig tragen. Jede Szene hatte Spannung, Humor und trotzdem so viel Tiefe. Wir waren am Ende ehrlich sehr traurig, dass es schon vorbei war."
Feedback aus dem Publikum:
"Selten ein Stück gesehen, das so lustig und gleichzeitig so schmerzhaft ehrlich ist. Man lacht und merkt erst Sekunden später, dass es eigentlich weh getan hat. Die Dialoge wirken so natürlich, dass man komplett vergisst, dass man im Theater sitzt. Keine künstlichen „Theater-Menschen“, sondern Figuren, die sich echt anfühlen. Vor allem Leyla war unglaublich stark geschrieben: gleichzeitig verletzend, verletzlich, wütend, manipulativ und trotzdem so menschlich, dass man sich permanent dabei erwischt hat, sie verstehen zu wollen. Genau das macht die Figur so besonders. Das Stück schafft etwas, das heute selten geworden ist: Es spricht über Trauma, Familie, Migration, Queerness, Therapie und gesellschaftlichen Druck, ohne jemals belehrend zu wirken. Stattdessen fühlt es sich roh, lebendig und unangenehm echt an. Und trotz dieser Tiefe hatte der Abend so viel Humor, dass die Zeit komplett verflogen ist. Man merkt gar nicht, wie schnell alles vorbei ist. Bitte unbedingt weiter aufführen. Genau solche neuen, mutigen Stücke braucht Theater heute.."
Feedback aus dem Publikum:
"Tolles Stück mit ehrlichen, spitzen und tiefgründigen Dialogen. Ein Abbild der Gesellschaft, erzählt im Privaten. Immer wieder bricht eine Person heraus und spricht das Publikum direkt an, dabei bleiben die Worte stark, mit einer klaren Haltung, aber so kunstvoll und komplex, dass man nicht das Gefühl hat, ein Klischee zu reproduzieren. Und am Ende geht es um Wachstum, seinen Platz im Leben und darum, Frieden, Liebe und Heilung in uns selbst zu finden.."