Kooperationspartner
Wissensbaustein: Lokale Kooperationspartnerschaften & Ressourcenaktivierung
Der gezielte Aufbau von lokalen Kooperationspartnerschaften bildet das Fundament für die erfolgreiche Umsetzung budgetknapper Projektarbeit. Am Praxisbeispiel des Standorts Düsseldorf zeigt sich, dass strategische Allianzen weit über reine Absichtserklärungen hinausgehen. Sie bieten handfeste operative Unterstützung und machen die Umsetzung von Projekten (wie z. B. dem Theater- und Workshopprojekt Xchange) überhaupt erst finanzierbar.
1. Strategischer Netzwerkaufbau (Phase 1)
In der ersten Projektphase (ca. sechs Monate) liegt der Schwerpunkt primär auf der Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Um ohne großes Werbebudget eine breite Masse sowie spezifische Zielgruppen zu erreichen, werden gezielt Synergien mit bestehenden Akteuren gesucht.
Besonders effektiv ist das Andocken an etablierte Institutionen und Verteiler, die thematisch deckungsgleich arbeiten (z. B. im Bereich Migration und Fluchtgeschichte). Voraussetzung für eine erfolgreiche Aktivierung dieser Kontakte ist die absolute Transparenz bezüglich der eigenen Projektmotivation und der angestrebten Ziele.
2. Best Practice Düsseldorf: Wer hat unterstützt?
Am Beispiel des Projekts Xchange lässt sich zeigen, wie lokale Netzwerke in Düsseldorf ineinandergreifen, um Reichweite zu generieren und Folgekontakte (Schneeball-Effekt) zu ermöglichen:
- Kommunales Integrationszentrum (KI) Düsseldorf: Nutzung der etablierten Info-Kanäle zur zielgruppengerechten Ansprache.
- zentren plus: Aktivierung lokaler, stadtteilbezogener Netzwerke.
- Seniorenrat & Jugendrat der Stadt Düsseldorf: Brückenbauer zu verschiedenen Generationen, um sowohl jüngere als auch ältere Teilnehmende für Workshops und Podiumsdiskussionen zu gewinnen.
3. Ressourcen-Checkliste: Was Partner stellen können
Kooperationspartner können materielle und immaterielle Ressourcen einbringen. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen folgende Hauptkategorien:
A. Reichweite & Mediale Präsenz (Bewerbung)
Bevor Großveranstaltungen wie Podiumsdiskussionen stattfinden, müssen vorbereitende Workshops beworben werden. Partner unterstützen hierbei durch:
- Digitale Infrastruktur: Das Teilen von Programmen über partnerinterne Newsletter und großflächige E-Mail-Verteiler.
- Multiplikatoren-Effekt: Durch die Streuung in den Netzwerken der Partner entsteht Aufmerksamkeit, die wiederum organisch zu neuen, wertvollen Kontakten führt.
B. Infrastruktur & Räumlichkeiten (Praxisbeispiele Düsseldorf)
Für Proben, Seminare und Aufführungen wird viel Platz benötigt. Folgende Anlaufstellen bieten in Düsseldorf flexible Lösungen für Non-Profit-Projekte:
| Partner / Ort | Art der Ressource | Konditionen & Besonderheiten | Fokus / Kontaktbereich |
| BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) Düsseldorf | Seminar- und Workshopräume | Werden bei Verfügbarkeit für gemeinnützige Zwecke kostenlos zur Verfügung gestellt. | Kinder- und Jugendarbeit / Ehrenamt |
| zakk (Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation) | Proberäume, Seminarräume & professionelle Bühnen | Bietet sehr faire, kostengünstige Konditionen. Für Veranstaltungen der politischen Bildungsarbeit sind die Bühnen (je nach Größe) im Zuge einer Kooperation oft kostenlos nutzbar. Stellte zudem den essenziellen, regelmäßigen Proberaum für das Theaterprojekt für eine faire Kondition zur Verfügung. | Soziokultur / Politische Bildung / Theater |
| Bürgerhäuser in Düsseldorf | Stadtteilnahe Räume & Bühnen | Bieten durchweg sehr kostengünstige Räumlichkeiten und Bühnenflächen mit ausreichend Platz für die praktische Umsetzung. | Stadtteilkultur / Lokale Vernetzung |
| Zentralbibilothek Düsseldorf Kap1 | Bühne, Ausstellungsraum | Kostenlos bei Kooperation | Stadtkultur/Diversität |
| Kunstsammlungen NRW | Workshops & Führungen | Kostengünstig und auch kostenlos möglich, wenn es gemeinnützig orientiert ist und das Budget der Kunstsammlung NRW für den Workshop | Kunst/ Kultur/ Diversiät |
C. Inhaltliche & Ideelle Werte
- Thematische Plattformen: Einbindung des Projekts in bereits etablierte Veranstaltungsreihen mit passendem Themenschwerpunkt.
- Glaubwürdigkeit: Etablierte Partner fungieren als Vertrauensbrücke zur Zielgruppe, was Berührungsängste abbaut.


